Willkommen bei Zurrgurt - der Informationsseite

Wir liefern Zurrgurte, Spanngurte, Hebegurte und Rundschlingen für die Ladungssicherung und Transportsicherung. Ebenso bieten wir Zurrgurte mit passenden Endbeschlägen für verschiedene Zurrschienen-Systeme an – also das gesamte Sortiment zur Ladungssicherung in Fahrzeugen.


Zurrgurte allgemein

Zurrgurte auch Spanngurte genannt, sind das am häufigsten verwendete Hilfsmittel zur Ladungssicherung
Da Verlader, Fahrzeughalter und Fahrer gleichermaßen in der Verantwortung sind, ist es wichtig bei der Nutzung von Zurrgurten einiges zu beachten.
Mit Zurrgurten werden, wie in Paragraph 22 der Straßenverkehrsordnung zur Ladungssicherung gefordert, Gegenstände gegen das verrutschen, umfallen, hin- und herrollen oder herabfallen gesichert.

Zurrgurte oder Spanngurte bestehen aus einer gewebten Chemiefaser.
Sie werden mit einem Klemmschloss, einem Hebelspannschloss oder einer Ratsche gespannt.
Gurte die für die Ladungssicherung eingesetzt werden und hohen Belastungen ausgesetzt sind, werden aus Polyester nach DIN EN 12195-2 gefertigt. Sie sind mit einem blauen, fest vernähten Etikett versehen.
Man unterscheidet in erster Linie zwischen ein- und zweiteiligen Zurrgurten.

Was sollte auf dem Etikett stehen

Auf dem Etikett sollten folgende wichtige Daten enthalten sein:

1. In aller erster Linie sollte die Fertigung nach Europäischer Norm EN DIN 12195-2 vermerkt sein. Sollte die Norm nicht vermerkt sein, darf der Zurrgurt NICHT verwendet werden

2. Die zulässige Zugkraft LC im direkten Zug, die Handkraft SHF und die Vorspannkraft der Ratsche STF müssen ebenfalls dokumentiert sein.

3. Außerdem wird auf den Etiketten der Zurrgurte das Material, das Herstellungsdatum und die Länge des Gurtes beschrieben.
Dabei wird bei zweiteiligen Zurrgurten im einzelnen, die Länge des Losendes und des Festendes auf der jeweiligen Seite angegeben.
Bei einteiligen Spanngurten wird nur die Gesamtlänge angegeben.

4. Ein Rückverfolgbarkeitscode des Herstellers und der Herstellername,(meist als Kürzel) müssen ebenfalls auf dem Label vermerkt sein.

5. Der Hinweis. "Nicht zum Heben verwenden!", ist ebenfalls wichtiger Bestandteil der Beschriftung.

6. Die Dehnung bei zulässiger Höchstlast muss zu finden sein.
Eine niedrigere Dehnung von beispielsweise 5 Prozent, ist besonders bei langen Zurrgurten ideal, da sich die Ladung beim Transport, bei korrekter Ladungssicherung, weniger stark lösen kann.

Vereinzelt sind auch Hinweise auf eine Tüv/GS Prüfung zu finden, die die Qualität des Gurtes hervorheben. Diese müssen aber nicht zwingend auf dem Etikett stehen.

Was ist wichtig bei Einsatz von Zurrgurten

Vorspannkraft STF

Zurrgurte werden in den meisten Fällen zum Niederzurren eingesetzt. Dabei ist die Vorspannkraft STF der Ratsche der wichtigste Wert. Die Vorspannkraft wird in daN(Dekanewton) angegeben und entspricht umgerechnet der Masse von 1,02 Kg.

Umrechnungsformel von Dekanewton in Kilogramm

1 Newton bezeichnet die Kraft, die einen Gegenstand mit einem Gewicht von 1.000 Gramm innerhalb von 1 Sekunde auf ein Tempo von einem Meter pro Sekunde beschleunigen kann.
Die Vorsilbe "da" ist die Abkürzung von deka und bedeutet 10.
Das heißt: 1 daN kann einen Gegenstand mit einer Masse von 10 kg auf eine Geschwindigkeit von 1 m/s beschleunigen.
Zur Umrechnung von daN in kg wird die mittlere Erdbeschleunigung g mit 9,81 m/s² herangezogen.
Sie rechnen 1 / 9,81. Das Ergebnis lautet 0,101936...und aufgerundet 0,102.
Das bedeutet: 1 Newton entspricht der Masse von 0,102 kg.
Demzufolge entspricht 1 daN exakt einer Masse von 1,02 kg.

Zugratsche oder Druckratsche

Die mögliche Vorspannkraft STF ist von der Art und der Größe der Ratsche abhängig!
Es gibt zwei Arten von Ratschen, die Zugratsche und die Druckratsche.
Die Betätigungsrichtung des Ratschenhebels gibt Auskunft darüber, um welche Art Ratsche es sich handelt. Wird die Spannung in Richtung des Festendes(Ratschenseite) aufgebaut, handelt es sich um eine Zugratsche. Wird die Spannung in Richtung des Losendes(Gurtbandseite) aufgebaut, handelt es sich um eine Druckratsche.
Die Zugratsche ist zur Befestigung großer und schwerer Gegenstände geeignet, da Sie höhere Vorspannkräfte als die Druckratsche aufbauen kann. Um hohe Vorspannkräfte zu erreichen, ist außerdem die Länge des Ratschenhebels sowie die Übersetzung der Verzahnung wichtig.
ERGO Langhebelratschen mit Vorspannkräften von 500, 550 oder sogar 600 daN werden immer als Zugratschen ausgeliefert. Außerdem erleichtern Zugratschen die Arbeit, da Sie mit weniger Kraftaufwand höhere Vorspannkräfte erreichen.
Durch eine höhere Krafteinleitung auf die Ratsche ist es zwar möglich eine ebenfalls höhere Handkraft SHF zu erreichen und demzufolge auch eine höhere Vorspannkraft STF, dieser Wert kann aber nur mit einem Gerät zur Messung der Vorspannkräfte ermittelt werden.
In der Praxis und ohne Vorspannkraftmessgerät wird immer von einem Kraftaufwand SHF von 50 daN ausgegangen.

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